´╗┐ Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
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Seminare 2020 - Fortbildungspunkte

Das freiwillige Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landes├Ąrztekammer

Fortbildung der ├ärzte und ├ärztinnen dient dem Erhalt und der dauerhaften Aktualisierung der fachlichen Kompetenz. Durch die Fortbildung soll unter Ber├╝cksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und neuer medizinischer Verfahren das zum Erhalt und zur Fortentwicklung der Kompetenz notwendige Wissen in der Medizin und der medizinischen Technologie vermittelt werden. Fortbildung soll sowohl fachspezifische als auch interdisziplin├Ąre und fach├╝bergreifende Kenntnisse und die Ein├╝bung von klinisch-praktischen F├Ąhigkeiten umfassen. Die Fortbildung soll sich dabei auf alle medizinischen Fachrichtungen in ausgewogener Weise erstrecken. ├ärztliche Fortbildung umfasst auch die Verbesserung kommunikativer und sozialer Kompetenzen. Die ├Ąrztliche Fortbildung schlie├čt au├čerdem Methoden der Qualit├Ątssicherung, des Qualit├Ątsmanagements und der evidenzbasierten Medizin ein. Bundeseinheitliche Vorgaben zum angemessenen Umfang der Fortbildung sind zu beachten. (Details: www.bundesaerztekammer.de)

Voraussetzungen zur Ausstellung des Fortbildungszertifikates
Das Fortbildungszertifikat wird f├╝r die bei der Bayerischen Landes├Ąrztekammer (im Folgenden Kammer genannt) gemeldeten ├ärztinnen und ├ärzten auf Antrag ausgestellt, wenn diese in 5 Jahren mindestens 250 Fortbildungspunkte erworben und dokumentiert haben gem├Ą├č ┬ž┬ž95d und 137 SGB V.

Vergabe von Fortbildungspunkten f├╝r Seminare
entspr. Kategorie A “Frontalvortr├Ąge mit nachf. Diskussion” (1 Pkt./FBE 45min., max. 8/d) oder Kategorie C (konzeptionell Beteiligung jedes Teilnehmers vorgesehen, 1 Pkt./FBE, max. 24 Teiln. je Moderator, ggfs. Zusatzpkt. f├╝r Interaktivit├Ąt) bis zu 4 Stunden / h├Âchstens 2 pro Tag).

Gegenseitige Anerkennung von Fortbildungsma├čnahmen
Von anderen Kammern anerkannte Veranstaltungen m├╝ssen auch der Fortbildungsrichtlinie der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten entsprechen.

Freiwilliges Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Nach Art.18 Abs.1 S.1 Nr.1, Art.65 HKaG sind die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeuten verpflichtet, sich im Rahmen ihrer Berufsaus├╝bung beruflich weiterzubilden und sich dabei ├╝ber die f├╝r ihre Berufsaus├╝bung geltenden Bestimmungen zu unterrichten. Berufsrechtlich ist die Fortbildungspflicht in ┬ž5 Abs.2 der Berufsordnung geregelt. Dieser sieht vor, dass alle Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeuten verpflichtet sind, sich in dem Umfang beruflich fortzubilden, wie es zur Erhaltung und Entwicklung ihrer zur Berufsaus├╝bung erforderlichen Fachkenntnisse notwendig ist. Vertragspsychotherapeuten, erm├Ąchtigte Psychotherapeuten sowie in Med. Versorgungszentren oder bei einem Vertragspsychotherapeuten angestellte Psychotherapeuten sind verpflichtet, gegen├╝ber der Kassen├Ąrztlichen Vereinigung alle 5 Jahre den Nachweis ├╝ber die Erf├╝llung der Fortbildungsverpflichtung zu erbringen. (www.ptk-bayern.de)

Voraussetzungen zur Ausstellung des Fortbildungszertifikates
Das Fortbildungszertifikat f├╝r Kammermitglieder wird auf Antrag erteilt, wenn das Mitglied in f├╝nf Jahren 250 Punkte auf der Basis von Fortbildungseinheiten (FE) f├╝r anerkannte Fortbildungsveranstaltungen erworben und nachgewiesen hat. Eine Fortbildungseinheit entspricht 45 Minuten, gem. Tabelle 1 „Anrechenbare Fortbildungseinheiten“.

Vergabe von Fortbildungspunkten f├╝r Seminare
entspr. Kategorie A “Vortrag und Diskussion” (1 Pkt./FE 45min., max. 8/d) oder Kategorie C “Seminar, Workshop, Kurs” (1 Pkt./FE, ggfs. Zusatzpkt. f├╝r mehrst├╝ndige Veranstaltungen 1 Punkt pro 4 vollendete FE, max. 2 Zusatzpkt./d).

Gegenseitige Anerkennung von Fortbildungsma├čnahmen
Die Bayerische Landes├Ąrztekammer und die Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten haben zur F├Ârderung der jeweils berufsspezifischen Fortbildung die gegenseitige Anerkennung der auf den Fortbildungsnachweis der beiden Institutionen anrechenbaren Fortbildungspunkte vereinbart.

Fortbildungspflicht f├╝r Heilmittelerbringer (Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logop├Ąden u.a.)

Mit Inkrafttreten des Gesundheitssytemmodernisierungsgesetzes (GMG) am 1. Januar 2004 wurde den Krankenkassen und Heilmittelverb├Ąnden aufgetragen, die Fortbildungspflicht in den Gemeinsamen Rahmenempfehlungen zu regeln (vgl. ┬ž 125 Abs. 1 Ziff. 2 SGB V). Wurde Fortbildung der Therapeuten schon bisher ausdr├╝cklich gefordert, blieb es der freien Initiative des Einzelnen ├╝berlassen, ob und in welchem Umfang er dem nachkam. Jetzt wird regelm├Ą├čige Fortbildung als Verpflichtung in den Rahmenempfehlungen festgelegt.

Die Fortbildungspflicht richtet sich an jeden Praxisbesitzer und fachlichen Leiter einer Einrichtung mit eigener g├╝ltigen Kassenzulassung unabh├Ąngig von der Gesellschaftsform der Einrichtung. Sie gilt nicht f├╝r angestellte oder freie Mitarbeiter einer Praxis. Gleichwohl sollen (!) sich nach den geltenden Rahmenempfehlungen Mitarbeiter mindestens alle zwei Jahre fachspezifisch fort- oder weiterbilden. Nachgewiesen werden m├╝ssen die Pflichtpunkte f├╝r den Betrachtungszeitraum gegen├╝ber der Krankenkasse nach ausdr├╝cklicher Anforderung.

Die Fortbildungsverpflichtung verlangt 60 Fortbildungspunkte in 4 Jahren, wovon m├Âglichst 15 Punkte pro Jahr erarbeitet werden sollen. Ein Fortbildungspunkt entspricht einer Unterrichtseinheit von 45 Minuten. Maximal 10 Punkte bringt ein ganzer Fortbildungstag. Anerkennungsw├╝rdig sind ganz allgemein Fortbildungen, die die Qualit├Ąt der Behandlung mit den vereinbarten Heilmitteln, die Qualit├Ąt der Behandlungsergebnisse und ebenso der Versorgungsabl├Ąufe f├Ârdern bzw. positiv beeinflussen. Das betrifft Veranstaltungen, die sich inhaltlich mit dem jeweiligen Heilmittelbereich besch├Ąftigen.