Laufende 22. Folge des Curriculums 2015/2016 und 23. Folge 2016/2017
W WAHLSEMINARE (W1 - W7) Schnellnavigation in der Seminarreihe: A B W C K P
Die Wahlseminare (W1 - W7) können auch ohne sonstige Teilnahme am Curriculum belegt werden.

W 1   Psychische Erkrankungen bei Eltern von Säuglingen und Kleinkindern –
         ihr Einfluss auf Interaktion, Eltern-Kind-Beziehung und kindliche Entwicklung

W 2   Kritisches Elternverhalten: Weitergabe traumatischer Erfahrungen in die nächste Generation
W 3   Umgang mit (Verdacht auf) Kindeswohlgefährdung bei Säuglingen u. Kleinkindern
W 4   Stresslösende und bindungsstärkende Körperarbeit für Eltern und Babys
W 5   Kultursensible Beratung bei Familien mit Migrationshintergrund
W 6   Psychoanalytisch fundierte Beziehungsdiagnostik und die Einschätzung elterlicher reflexiver Fähigkeiten
W 7   Umgang mit psychisch kranken Eltern im Rahmen der Eltern-Säuglings Kleinkind Beratung: Möglichkeiten und Grenzen
 
W 1   Psychische Erkrankungen bei Eltern von Säuglingen und Kleinkindern –
         ihr Einfluss auf Interaktion, Eltern-Kind-Beziehung und kindliche Entwicklung
Inhalt
Einführung in die häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder, vor allem peripartale Depressionen und Angststörungen, postpartale Psychosen. Auswirkungen elterlicher psychischer Erkrankungen auf die Entwicklung der Kinder allgemein – Risiko- und Schutzfaktoren. Auswirkungen in der präverbalen Zeit: Besonderheiten der Interaktion und die entsprechenden Anpassungsstrategien der Kinder als Grundlage ihrer Persönlichkeitsentwicklung und möglicher späterer Psychopathologie. Klinische Beobachtungen, Fallbeispiele und Videosequenzen. Möglichkeiten und Grenzen früher präventiver und therapeutischer Intervention in Zusammenarbeit mit allen an der Unterstützung betroffener Familien beteiligten Berufsgruppen. Überlegungen zu Erziehungsfähigkeit und Fragen des Kindeswohls.

Literatur zum Ein- und Nachlesen: Papoušek, M. (2001). Auswirkungen der Wochenbettsdepression auf die frühkindliche Entwicklung. In H. Braun-Scharm (Hrsg.), Depressionen und komorbide Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Stuttgart: Wiss. Verlagsgesellschaft.
 
Termin 10./11. Juni 2016
Fr 10 - 18 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 190,-
Seminarleitung Dr. med. Christiane Deneke, FÄ für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -Psychotherapie, Hamburg
Kursnummer W1 161 0714
 
W 1   Psychische Erkrankungen bei Eltern von Säuglingen und Kleinkindern –            ihr Einfluss auf Interaktion, Eltern-Kind-Beziehung und kindliche Entwicklung
Termin 10./11. Juni 2016
Anmeldung beendet
 
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W 2   Kritisches Elternverhalten: Weitergabe traumatischer Erfahrungen in die nächste Generation
Inhalt
Säuglinge und Kleinkinder sind fundamental auf emotionale Fürsorge und Unterstützung, Schutz und (emotionale) Sicherheit angewiesen. Nicht alle Eltern sind in der Lage, diese biologisch bedingten Bedürfnisse ihrer Kinder nach kontinuierlicher und verlässlicher Fürsorge zu erfüllen.

Es sind häufig Eltern mit eigenen frühen Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, diese, meist traumatisch erlebten Erfahrungen an ihre eigenen Kinder weiterzugeben. Insbesondere Eltern mit eigenen traumatischen Beziehungsvorerfahrungen zeigen kritisches Elternverhalten. Sie sind z.B. unfähig, ihr Kind in belastenden Situationen zu trösten, sie sind übermäßig harsch, aggressiv oder bestrafend oder sie verhalten sich „dysfunktional“ (z.B. Rollenkonfusion, sexualisiertes Verhalten, etc.). Jedoch nicht alle Eltern mit eigenen Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen verhalten sich im so beschriebenen Sinne unangemessen, die Wahrscheinlichkeit einer transgenerationalen Weitergabe auf die nächste Generation liegt zwischen 7 und 23%. Welche Mechanismen eine Rolle spielen, ob es Eltern gelingt, den Teufelskreis der transgenerationalen Weitergabe zu durchbrechen, ist längst nicht hinreichend geklärt.

Die Bandbreite und unterschiedliche Formen kritischen Elternverhaltens wird an Fallbeispielen und videogestützt illustriert. Die Eltern-Kind-Interaktionen werden dabei vornehmlich aus der Perspektive von Säuglingen und Kleinkindern und aus ihren Erlebens- und Verarbeitungsweisen heraus nachvollzogen. Programme zur frühen Bindungsförderung werden vorgestellt und ihre Chancen und Grenzen diskutiert.

 
Termin18./19. November 2016,
Fr 10 - 18 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 190,-
Seminarleitung Prof. Dr. Dipl. Psych. Ute Ziegenhain, Uniklinik Ulm, Kinder- Jugendpsychiatrie u. Psychotherapie
Kursnummer W2 162 078
 
W 2   Kritisches Elternverhalten: Weitergabe traumatischer Erfahrungen in die nächste Generation
Termin 18./19. November 2016
Anmeldung beendet
 
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W 3   Umgang mit (Verdacht auf) Kindeswohlgefährdung bei Säuglingen u. Kleinkindern
Inhalt
Nach einer Einführung zur möglichen Entstehung und Einschätzung von Kindeswohlgefährdung bei Säuglingen und Kleinkindern am Freitagnachmittag, besteht am Samstag die Möglichkeit, methodisches Handwerkszeug sowohl für Elterngespräche im Bereich der Prävention von Kindeswohlgefährdung als auch bei der Benennung von Gefährdungseinschätzung zu erlernen. Eigene Praxisbeispiele können mit- und eingebracht werden.

Literatur zum Ein- und Nachlesen: Schade, Heike (Hrsg.) „Risikoabschätzung bei Kindeswohlgefährdung - Ein systemisches Handbuch“, Beltz Juventa, Weinheim und Basel, 2012. Galm Beate,Hess Katja; Kindler Heinz; Kindesvernachlässigung: - verstehen, erkennen, helfen, Reinhard, 2010.
 
Termin 2016 4./5. März 2016
Termin 2017 24./25. März 2017
Fr 14 - 17 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 140,-
Seminarleitung Dipl. Soz. Päd. Heike Kress, Kinderzentrum München, Dipl. Soz. Päd. Bernd Neuhoff, München
Kursnummer W3 2016: 161 073
2017: 171 073
 
W 3   Umgang mit (Verdacht auf) Kindeswohlgefährdung bei Säuglingen u. Kleinkindern
Termin 4./5. März 2016
Anmeldung beendet
 
W 3   Umgang mit (Verdacht auf) Kindeswohlgefährdung bei Säuglingen u. Kleinkindern
Termin 24./25. März 2017
 
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W 4   Stresslösende und bindungsstärkende Körperarbeit für Eltern und Babys
Inhalt
Eltern und Kinder empfinden Momente der innigen Nähe und körperlichen Verbundenheit als großes Glück und als bindungsstärkende Erfahrung. Wenn sich aber Eltern und Babys in erhöhter psycho-vegetativer Anspannung befinden, fällt es schwer, die Signale des Kindes zu erkennen, sie einfühlsam zu beantworten und eine positive Gegenseitigkeit zu erreichen. Ziel des Kurses ist, den Kreislauf der Anspannung wahrnehmbar zu machen und zu zeigen, wie er durch gezielte Körperarbeit unterbrochen werden kann. Die Eltern kommen wieder mehr mit sich selbst und mit ihrem Kind in Kontakt, Resonanzfähigkeit und Selbstwirksamkeit werden gestärkt. Die Teilnehmer üben in körpertherapeutischer Eigenerfahrung, wie sich ihr Spannungszustand bewusst beeinflussen lässt. Dadurch können sie ihren Klienten Wege zur Stresslösung und Ressourcenstärkung konkret vermitteln. Der Kurs enthält Elemente aus Atem- und Bewegungstherapie, aus der „Emotionellen Ersten Hilfe“ nach Thomas Harms und der Schmetterlings-Babymassage nach Dr. Eva Reich sowie Beispiele, wie der Kursinhalt in den beruflichen Alltag integriert werden kann. Bitte bequeme Kleidung, warme Socken und ein kleines Kissen mitbringen sowie (wenn möglich) Decke, Knierolle/Stillkissen

Literatur zum Ein- und Nachlesen: Deyringer, M., 2008, Bindung durch Berührung - Schmetterlingsmassage für Eltern und Babys. Ulrich-Leutner-Verlag
 
Termin 23./24. September 2016
Fr 9.30 - 18 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 190,-
Teilnehmerzahl max. 18
Seminarleitung Mechthild Deyringer, Krankengymnastin, Heilpraktikerin, „Praxis für Eltern und Kind", München
Kursnummer W4 162 075
 
W 4   Stresslösende und bindungsstärkende Körperarbeit für Eltern und Babys
Termin 23./24. September 2016
Anmeldung beendet
 
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W 5   Kultursensible Beratung bei Familien mit Migrationshintergrund
Inhalt
Bei einer kultursensiblen Beratung müssen folgende Aspekte berücksichtigt werden. Eltern mit Migrationshintergrund sind einerseits geprägt durch Werte aus ihrer Heimatkultur, andererseits müssen sie sich in Deutschland mit anderen, für sie neuen Werten auseinandersetzen. In diesem Spannungsfeld können im Rahmen einer Beratung Wertekonflikte aktualisiert werden und kulturell bedingte Missverständnisse entstehen.

In diesem Seminar werden anhand von Fallbeispielen Unterschiede in Familiensystemen, insbesondere im Umgang mit Schwangerschaft, Geburt und frühkindlicher Erziehung, veranschaulicht. Als Orientierung für eine kultursensible Beratung dienen Gesprächstechniken, die sich in der Praxis bewährt haben. Diese helfen die herkömmlichen Wertvorstellungen besser zu thematisieren sowie die beratungsrelevanten Ziele verständlicher für die Eltern zu machen.
 
Termin 16./17. Dezember 2016
Fr 10 - 18 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 190,-
Seminarleitung N.N.
Kursnummer W5 162 076
 
W 5   Kultursensible Beratung bei Familien mit Migrationshintergrund
Termin 16./17. Dezember 2016
Anmeldung beendet
 
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W 6   Psychoanalytisch fundierte Beziehungsdiagnostik und die Einschätzung elterlicher reflexiver Fähigkeiten

im Kontext von Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung und Psychotherapie
Inhalt
Das Seminar gibt eine kurze Einführung in psychoanalytische Begriffe, wie z.B. Intersubjektivität, Reflexive Funktion, Mentalisierungsfähigkeit und deren Bedeutung für die Einschätzung der Qualität der sich entwickelnden Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beziehung, deren Risiken und Ressourcen.

Vor dem Hintergrund eines Überblicks über unterschiedliche diagnostische Beobachtungs-Skalen und Eltern-Interviews liegt der Schwerpunkt des Seminars auf der videogestützten Einschätzung von Risiken in der frühen Beziehungsentwicklung mittels des „Parent-Infant Relational Assessment Tool (PIRAT)“.

PIRAT wurde vom „Parent-Infant Project“ des Anna Freud Centre in London entwickelt, ist zeiteffizient zu lernen und stellt Fachleuten aus verschiedenen beruflichen Kontexten eine gemeinsame Sprache für die Einschätzung von Risiken der Beziehungsentwicklung zur Verfügung. Zudem können mittels PIRAT ein Interventionsbedarf definiert und positive Veränderungen im Verlauf von Beratung und Psychotherapie dokumentiert werden. Eigene Videoclips können in vorheriger Absprache mit der Referentin gerne mitgebracht werden.

Literatur zum Ein- und Nachlesen: Broughton, C. (2009). Measuring trauma in the primary relationship: the Parent- Infant Relational Assessment Tool (PIRAT). In Baradon, T. (ed.). Relational trauma and infant mental health. London and New York: Routledge. Fonagy, P. et al. (2011). Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst. Stuttgart: Klett-Cotta. (Einleitung und Kapitel 1). Fraiberg, S. (2003). Pathologische Schutz- und Abwehrreaktionen in der fru¨hen Kindheit. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 52, 8, S. 560-577. Fraiberg, S., Adelson, E. & Shapiro, V. (1980). Ghosts in the nursery (Gespenster im Kinderzimmer): A psychoanalytic approach to the problem of impaired infant-mother relationships. In Selma Fraiberg (ed.). Clinical studies in infant mental health. New York: Basic Books, pp 164 – 196.


 
Termin 25./26. November 2016
Fr 10 - 18 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 190,-
Seminarleitung Dipl. Psych. Susanne Hommel, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (tp), Hamburg
Kursnummer W6 162 077
 
W 6   Psychoanalytisch fundierte Beziehungsdiagnostik und die Einschätzung elterlicher reflexiver Fähigkeiten
Termin 25./26. November 2016
Anmeldung beendet
 
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W 7   Umgang mit psychisch kranken Eltern im Rahmen der Eltern-Säuglings Kleinkind Beratung: Möglichkeiten und Grenzen
Inhalt
In der ambulanten, aber auch (teil)stationären Beratung und Behandlung von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern ist der mehrdimensionale Blick sowohl auf kindliche und elterliche Faktoren, als auch auf deren Zusammenspiel im Gesamtkontext der Entwicklungsumgebung eine notwendige Voraussetzung um individuelle Zugangswege in der Behandlung mit den Familien zu finden.

Während der Einfluss psychischer Störungen der Eltern auf die Entwicklung des Kindes andernorts thematisiert wird, geht es in diesem Seminar darum, die diagnostischen und therapeutischen Implikationen im Umgang mit psychisch belasteten und erkrankten Eltern zu beleuchten. Im Fokus steht, den einzeltherapeutischen Behandlungsbedarf der Bezugspersonen initial zu erkennen und diesen dann auch schrittweise in die Wege zu leiten. Die Behandlungsmotivation der Eltern kann dabei natürlich nicht immer vorausgesetzt werden.

Vorrangig unter einer tiefenpsychologisch fundierten Perspektive werden, neben theoretischem Input, in gemeinsamem fallbezogenen Austausch Indikationen und auch Kontraindikationen für unterschiedliche (elternbezogene) Behandlungsansätze diskutiert. Dabei werden wir natürlich auch die Wechselwirkung der Behandlungsansätze (Kind – Eltern - Interaktion) unter beziehungsdynamischen Gesichtspunkten beleuchten.

Literaturempfehlung: Ermann, M.; Frick, E.; Kinzel, C.; Seidl, O. (2014). Einführung in die Psychosomatik und Psychotherapie: Ein Arbeitsbuch für Unterricht und Eigenstudium. Stuttgart, Kohlhammer
 
Termin 20./21. Januar 2017
Fr 14- 17 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr
Teilnahmegebühr € 140,-
Seminarleitung Dr. Florian Juen, Dipl. Psych., kbo Kinderzentrum München
Kursnummer W7 171 0710
 
W 7   Umgang mit psychisch kranken Eltern im Rahmen der Eltern-Säuglings Kleinkind Beratung: Möglichkeiten und Grenzen
Termin 20./21. Januar 2017
 
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