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Seminare 2014
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- Psychodiagnostik/Psychotherapie

Integrative Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung
Integrative Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Psychotherapie
Berufsbegleitende curriculäre Fort- und Weiterbildung
Inhalt
Das Fort- und Weiterbildungscurriculum vermittelt eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Spezialausbildung im interdisziplinären Bereich der präventiven Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung (für beratende Berufe und Psychotherapeuten) sowie eine darauf aufbauende, vertiefende Weiterbildung in Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Psychotherapie (für Psychotherapeuten). Es ist gezielt auf die Bedürfnisse und Störungsbilder dieser Altersgruppe und ihrer Familien zugeschnitten: chronische Unruhe und exzessives Schreien, Schlaf-, Fütter- und Gedeihstörungen, Störungen von Bindung und Exploration, Abhängigkeit und Autonomie, Spielunlust und Aufmerksamkeitsstörungen, exzessives Klammern und Trotzverhalten, primäre Beziehungsstörungen und Entwicklungsrisiken im Kontext von emotionaler Vernachlässigung und Misshandlung sowie im Kontext von postpartaler Depression und anderen psychischen Erkrankungen der Eltern.

Im Mittelpunkt von Diagnostik, Beratung und Psychotherapie stehen Kommunikation und Beziehung in den alltäglichen Interaktionen von Eltern und Kind. Das in der Münchner Sprechstunde für Schreibabys entwickelte Beratungs- und Behandlungskonzept integriert das aktuelle Wissen der interdisziplinären Frühentwicklungsforschung mit psychodynamischen, tiefenpsychologisch fundierten, familiensystemischen, körpertherapeutischen, bindungstheoretischen, sozialpädiatrischen und neueren verhaltenstherapeutischen Konzepten und Methoden.

Lehr- und Handbuch und CD zum Curriculum: Papoušek, M., Schieche, M., Wurmser, H. (Hrsg.) (2004). Regulationsstörungen der frühen Kindheit: Frühe Krisen und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehungen. Bern: Huber Verlag. Das Buch ermöglicht, die Seminare noch effizienter und praxisnäher zu gestalten als bisher. Den Teilnehmern wird daher empfohlen, (1) die jeweils angegebenen Kapitel des Lehrbuches zum Ein- und Nacharbeiten der theoretischen Grundlagen zu nutzen und (2) ggf. auch eigene Fallbeispiele (möglichst mit Video) zum Seminarthema einzubringen. Papoušek, M. et al. (2006): CD: Regulationsstörungen der frühen Kindheit.
 
I: Fort- und Weiterbildung in Integrativer Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung (IESK-B) u. -Psychotherapie Teil 1 (IESK-P)
 
Ziel
Erwerb alters- und störungsspezifischer Beratungskompetenzen für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern (0 - 3 Jahre) mit Regulations-, Bindungs- und Beziehungskrisen und -störungen

Durchführung
- Offene Gruppen (30 Teilnehmer, teilweise Kleingruppenarbeit) für alle Berufsgruppen,die mit
   Säuglingen/Kleinkindern und ihren Familien arbeiten.
- Umfasst die aufeinander aufbauenden und einander ergänzenden Theorie- und Praxisseminare
   A, B1-11, W1-6 an bis zu 10 Wochenenden und eine 5tägige Hospitation (C)
   in der Münchner Sprechstunde für Schreibabys (insg. ca. 200 Unterrichtseinheiten à
   45 Min.). Die Seminare können innerhalb eines Jahres oder auf mehrere Jahre verteilt
   besucht werden.
- Beginn im Herbst mit Einführungsseminar (A). Die B-Seminare bauen auf den im
   Einführungsseminar erarbeiteten integrativen Konzepten auf und setzen die Teilnahme am
   Einführungsseminar voraus. Ersatzweise kann nach Rücksprache mit Frau Dipl. Psych.
   R. Wollwerth de Chuquisengo auch die Teilnahme an einem andernorts angebotenen
   Einführungsseminar der Arbeitsgruppe Papoušek gelten. Die Wahlseminare (W1 - W6)
   können auch ohne sonstige Teilnahme am Curriculum belegt werden.
- Hospitationswochen stehen jeweils nur einer begrenzten Teilnehmerzahl offen, die am
   A-Kurs und an mindestens drei B-Wochenenden teilgenommen haben.

Inhalte
- Erarbeitung praxisrelevanter wissenschaftlicher und klinischer Kenntnisse der interdisziplinären
   Frühentwicklungsforschung
- Altersspezifische Störungsbilder (Störungslehre frühkindlicher Regulations-, Bindungs und
   Beziehungsstörungen)
- Videogestützte Verhaltensbeobachtung von dyadischen und triadischen Interaktionen
   in alltagstypischen Kontexten mit Übungen
- Videomikroanalyse in Diagnostik, Beratung und Behandlung, videogestützte Beratung
   und Interaktionsanleitung mit Übungen
- Vermittlung von Beratungskompetenz (inkl. praxisnaher Übungen, beratungsbezogener
   Selbsterfahrung und lösungs- und ressourcenorientierten Beratungstechniken im Familiensystem).

Voraussetzungen für ein Abschluss- zertifikat Eltern-Säuglings- /Kleinkind-Beratung
- Teilnahme am Einführungsseminar (A) und an den Basisseminaren über altersspezifische
   Störungslehre (B1-B5), Kommunikations- u Beziehungsdiagnostik (B6), Beratungskompetenz
   (B8 - B10), Videogestützte Interaktionsanleitung (B7, B11), Hospitation (C)
   und mind. eines der Seminare W1 (Einfluss psychischer Störungen der Eltern), W2
   (Säuglinge und Kleinkinder von jugendlichen Müttern) oder W3 (Vernachlässigung und
   Misshandlung). Nach Rücksprache können einzelne inhaltlich entsprechende Seminare
   anderer Ausbildungsinstitute (z.B. IFFE in Potsdam) anerkannt werden.
- Fortlaufende begleitende Intervision (= kollegiale Supervision in regionalen Peergruppen)
   der eigenen Beratungstätigkeit.
- Mind. 3 abgeschlossene, supervidierte, dokumentierte und videogestützte Beratungsfälle
   (unterschiedliche Störungsbilder im Säuglings- und Kleinkindalter), davon ein Fall
   mit mind. 5 Beratungsstunden und Videodokumentation; Supervision durch erfahrene
   Eltern-Säuglings-Psychotherapeuten.

Nach Erfüllung der Voraussetzungen Einsendung aller Unterlagen an die Akademie, z. Hd. Fr. Dipl. Psych. Ruth Wollwerth de Chuquisengo. Das Abschlusszertifikat wird nach Überweisung einer Gebühr von € 50,- für Bearbeitung durch die Referenten zugestellt.
 
Zielgruppe
Berufsgruppen mit abgeschlossener Berufsausbildung, die als Schwerpunkt ein Programm für verhaltensauffällige Säuglinge/Kleinkinder und/oder gefährdete Eltern-Kind-Beziehungen bereits anbieten bzw. aufbauen: Psychotherapeuten, Psychologen, Kinder- und Jugendärzte, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Kinder- und Jugendpsychiater, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten (SI), Erzieherinnen
Voraussetzungen für die Teilnahme
mind. 2-jährige Berufserfahrung Zugang zu eigenen Beratungs- bzw. Behandlungsfällen Zugang zu videogestützter Arbeit
II: 2. Teil der Weiterbildung in Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Psychotherapie
für Psychotherapeuten (IESK-P)

 
Die Fort- und Weiterbildung in Integrativer Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Psychotherapie baut auf der gemeinsamen Grundausbildung in Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung und -Psychotherapie auf.

Ziel
Erwerb spezifischer psychotherapeutischer Kompetenzen für Regulations-, Bindungs- und Beziehungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter

Durchführung
Geschlossene Gruppe (max. 16 Teilnehmer)

Inhalte (P1-P2)
- Spezifische Verfahren und psychotherapeutische Behandlungstechniken der Eltern-Säuglings-
   /Kleinkind-Psychotherapie.
- Einsatz Videomikroanalytisches Feedback in Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Psychotherapie.
- Bearbeitung eigener Behandlungsfälle der Teilnehmer unter Supervision in der Gruppe.
- Abschließende Fallvorstellung in der Gruppe.

Voraussetzungen für das Abschlusszertifikat Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Psychotherapie
- Vollständige Teilnahme an den Seminaren P1 und P2.
- Regelmäßige Teilnahme an regionaler Intervision (= kollegiale Supervision in Peergruppe)
   und Einbringen eigener Behandlungsfälle in den Seminaren.
- Mind. 2 abgeschlossene supervidierte Beratungsfälle (im Säuglings- und Kleinkindalter)
   (je 5 Std.) mit Kurzdokumentation der Beratungsstunden.
- Mind. 3 abgeschlossene supervidierte Psychotherapiefälle im Säuglings-/Kleinkindalter,
   insg. mind. 30 Std., mit Kurzdokumentation der Behandlungsstunden, Videodokumentation;
   Supervision durch erfahrene Eltern-Säuglings-Psychotherapeuten, mind. 2x/Fall
- Davon ausführliche schriftliche Ausarbeitung eines Falles (mind. 10 Behandlungsstd.)
- Abschließende Vorstellung dieses Falls mit Videodokumentation in der zweiten Woche.

Nähere Auskünfte zu Inhalten und Teilnahmebedingungen: info@akademie-muenchen.de
 
Zielgruppe
Berufe wie Teil I, (fast) abgschlossene Psychotherapieausbildung,einschlägige therapeutische Selbsterfahrung (analytische, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapie, VT, systemische Paar- und Familientherapie, Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, FÄ für Psychiatrie u. Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, psychotherapeut. Medizin, Pädiatrie m. Zusatzqualifikation Psychotherapie)
Voraussetzungen für die Teilnahme
Teilnahme an A, B1-B7, B11 und C. Schriftliche Bewerbung an Dipl. Psych. Ruth Wollwerth (immer P1 und P2). Bewerbung: Kurzlebenslauf, aktuelle Berufssituation, Angaben zur Psychotherapieausbildung, persönlichen Motivation zur Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern, zu einschlägigen, bisherigen Erfahrungen,Nachweis besuchter Basisseminare (A, B, C).
Innerhalb eines Monats erhält der Bewerber schriftlich Bescheid sowie ein Studienbuch, in das die besuchten Seminare, Beratungs-/Behandlungsfälle u. Fallsupervisionen eingetragen werden.
III: Kompaktseminar (K) Frühkindliche Reguationsstörungen: Exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen - ein Leitfaden für die Praxis
 

Das Seminar richtet sich an Kinder- u. Jugendärzte, Kinder- u. Jugendpsychiater, Hausärzte, Psychologen, Sozialpädagogen, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Physio- u. Ergotherapeuten und vermittelt in komprimierter Form einen Praxisleitfaden zu den einzelnen Störungsbildern in Bezug auf Ursachen, Symptomatik, Früherkennung von Gefährdungen, Beziehungsstörungen, gezielte Entwicklungsberatung, bewährte Interventionstechniken. Es ist nicht anrechenbar für die Weiterbildung in IESK-B und IESK-P.
 

Ausschreibung siehe Kompaktseminar K

Lehrgangsleitung, Referententeam, Gastreferenten
 
Leitung
Ruth Wollwerth de Chuquisengo, Dipl. Psych., psychol. Psychotherapeutin, Integrative Paar- u. Familientherapie; Tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie
Dr. med. Margret Ziegler, FÄ für Kinderheilkunde u. Jugendmedizin, Entwicklungsneurologie; Kinder- und Jugendlichentherapeutin
Dr. med. Nikolaus von Hofacker, Kinder- u. Jugendarzt, FA für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -Psychotherapie
Prof. Dr. med. Mechthild Papoušek, FÄ für Nervenheilkunde, Dr. habil. für Entwicklungspsychobiologie, integrative kommunikationszentrierte Eltern-Säuglings-Beratung und - Psychotherapie

Referententeam: derzeitige und ehemalige Mitarbeiter der Sprechstunde
Dr. med. Reinhard Hirsch, FA Psychiatrie, Psychotherapie, Psychoanalyse, Supervisor;
Heike Kress, Dipl.Soz.Päd. (FH), Kinder- und Jugendlichentherapeutin;
Claudia Rupprecht, Dipl. Psych., Gestalttherapie; psychol. Psychotherapeutin;
Dr. Michael Schieche, Dipl. Psych.; Entwicklungspsychologie, Paar- und Familientherapie
(VFT, DGSF); psychol. Psychotherapeut; systemischer Lehrtherapeut (DGSF);
Nathalie Schmidt und Meike Siegmund, Ergotherapie

Gastreferenten
Barbara Abdallah-Steinkopff, Dipl. Psych., Refugio, München;
Beatrice Cosmovici, Telefonberatung, Therapieassistenz;
Dr.med. Christiane Deneke, FÄ Kinder- u. Jugendlichenpsychiatrie, Psychotherapie, Hamburg
Mechthild Deyringer, Krankengymnastik, Heilpraktikerin, München;
Hans Fuchs, Dipl. Psych., PP, integrative Paar- und Familientherapie (DGSF), München;
Dipl. Psych. Susanne Hommel, Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeutin (tp), Hamburg
Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Dipl. Psych., Kinder- u. Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Ulm
 

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Adaptive Funktionen und Störungen der vorsprachlichen Kommunikation